Musikreviews

Hier sind unsere Reviews zu NIK FREITAS, MY MORNING JACKET, KELLERMENSCH und YACHT.

NIK FREITAS
Saturday Night Underwater
Affairs of the Heart/Indigo

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Gitarrist bei Conor Oberst, Drummer von Maria Taylor, Skate-Fotograf für Thrasher…erstaunlich, dass ein vielbeschäftigter Mensch wie Nik Freitas mal eben so ein Pop-Album aufnehmen kann, das klingt, als ob er den lieben langen Tag eigentlich überhaupt nichts zu tun hätte, außer die Füße baumeln zu lassen und Schmetterlingen hinterher zu schauen. Die nihilistische Belanglosigkeit dieser Musik wirkt so ansteckend, dass ich gerade nur noch debil vor mich her grinsen kann und mir alles egal geworden ist, inklusive dieser Rezension.

LORD VALIUM

MY MORNING JACKET
Circuital
V2/Cooperative Music

Eine der durchschnittlichsten Rockbands der letzten Dekade beglückt uns mit Album Nr. 6, das genauso klingt, wie man es vom sechsten Album einer durchschnittlichen Band erwartet. Wer möchte darüber eigentlich noch etwas lesen? Wäre unser Layouter im Haus, würde ich ihn bitten, einfach ein lustiges Katzenfoto an Stelle dieser Rezension zu setzen. Aber die faule Socke ist heute nicht mal zur Arbeit erschienen und jetzt soll ich den Karren wohl wieder aus dem Dreck ziehen.

NOFRO TITTI

KELLERMENSCH
Kellermensch
Vertigo/Universal

Irgendwie scheint gerade jeder diese Band zu lieben, weil sie so gekonnt tieftraurige Parts à la Joy  Division oder Nick Cave mit sludgigen Growl-Elementen kombiniert, aber genau hier liegt mein Problem: Warum den schönen Sludge unnötig mit gefühlsduseligen Streicherarrangements verwässern? Mein Kollege warf mir vor, ich sei nach zwanzig Jahren intensivem Eyehategod-Konsum wohl nicht mehr in der Lage, emotionale Nuancen jenseits von blankem Hass wahrzunehmen. Daraufhin habe ich die CD zerbrochen und dem dummen Arschloch erstmal das Gesicht zerkratzt. Jetzt geht es mir blendend und ich vergebe guten Gewissens 8 Punkte.

AGGRO KING KARL

YACHT
Shangri-La
DFA/Cooperative Music

DFA, das wird für immer und unauslöschlich für Dance-Punk stehen. The Rapture. The Juan McLean. Und natürlich LCD Soundsystem. James Murphy hat sich ja jetzt aufs Altenteil zurückgezogen und so könnte man fast behaupten, der sommerlich fröhlich vor sich hin blubbernde YACHT-Sound würde Label-seits eine neue Zeitrechnung einläuten und dabei sogar auf die obligatorische Kuhglocke verzichten.
FDH

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