Die VICE Reports: Episode 17

Wir decken auf, wie japanische Schulmädchen zur Prostitution gezwungen werden, lassen uns von reichen Chinesen buchen, die fürs Ego Weiße als Butler oder „Abendbegleitung" anstellen und folgen dem Weg der Blutantiken, mit denen der IS Millionen macht.

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17 Dezember 2015, 5:00am

2014 hat das US-Außenministerium in seinem Menschenhandelbericht das sogenannte „joshi-kosei osanpo" („Schulmädchen-Spazieren") als Fassade für Prostitution eingestuft, die von organisierten kriminellen Netzwerken betrieben wird. Schulmädchen, die sich Männern für „Spazier-Dates" verkaufen: Die japanische Obsession mit kindlicher Niedlichkeit hat eine düstere Entwicklung genommen.

Simon Ostrovsky kundschaftet eines der geschäftigsten Viertel Tokios aus, wo Mädchen sich in ihren Schuluniformen potenziellen Freiern anbieten, besucht das Konzert einer Schulmädchen-Band, dessen Publikum aus erwachsenen Männern besteht, und ein Café, in dem Teenager-Mädchen stundenweise erhältlich sind. Hinter verschlossenen Türen zeigt sich dann, was hinter der „Date"-Industrie steckt: junge Frauen, die in die Prostitution gezwungen wurden.

Die dritte Staffel unserer Emmy-prämierten Dokuserie VICE on HBO, neue VICE-Reportagen vom und über den deutschen Tellerrand und VICE News-Dokumentationen aus den gesellschaftlichen Kampfgebieten dieser Welt: die neuen Folgen der VICE Reports immer montags um 23:15/23:20 Uhr auf RTL II.

Wer hingegen in China Geld hat, gönnt sich einen weißen, dürren Jungen aus Europa: als Butler, Unterwäsche-Promoter, Marsmännchen oder „Abendbegleitung". In der Oberschicht gilt als besonders angesehen, wer sich einen europäischen Butler „importiert" oder einen weißen Geschäftsmann für Veranstaltungen engagiert. Damit wir uns schon mal daran gewöhnen können, dass wir bald alle für reiche Chinesen schuhplattlern werden, hat Thomas Morton die Butler-Akademie besucht, sich buchen lassen und so einen Einblick in eine für uns kuriose gesellschaftliche Praxis bekommen.

Im dritten Teil sind wir in Ägypten, wo allein in den letzten vier Jahren Kunstschätze im Wert von mehr als 2,5 Milliarden Euro gestohlen wurden. Plünderer sind in Museen eingebrochen und haben an Ausgrabungsstätten Tausende Löcher hinterlassen—und das alles, weil die globale Nachfrage nach Antiquitäten mit den Möglichkeiten steigt, illegal an diese heranzukommen. Im Nachgang des Arabischen Frühlings hat auch der IS Raubkunst als Einnahmequelle für sich entdeckt und nimmt mit Blutantiken Schätzungen des Pentagons zufolge jeden Tag rund 1,6 Millionen Euro ein. Gianna Toboni spricht mit denen, die vom illegalen Handel mit geraubten Kunstschätzen profitieren, und mit den Menschen, die versuchen, vom kulturellen Erbe des Landes zu retten, was noch übrig ist.

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