Wir wissen, dass die weltweite DJ-Community aus einer Bande überbezahlter Faulpelzen, die gern im Rampenlicht stehen, besteht. Dank dieser Eigenschaften wurde eine spezielle Vorgehensweise zum Erfolgsrezept: der Edit. Man schnappt sich einfach einen Song, den sowieso alle lieben, glättet den Beat, macht es ein bisschen länger–und schon ist es fertig. Cash fließt rein, man wird angebetet und bekommt sein Stück des Kuchens. Das geht in letzter Zeit ziemlich leicht. Und es ist langweilig.
Glücklicherweise finden manchmal Leute bemerkenswerte Methoden, um altes Material neu zu interpretieren. So wie die immer zielsicheren Jungs des Münchner Modern-Disco-Labels Gomma Records. Sie haben neulich einige Disco-Perlen von Casablanca Records (eines der besten Disco- und Funk-Labels aller Zeiten) ausgegraben, die sie zusammen mit Peaches als Sängerin neu arrangiert und neu aufgenommen haben. Sogar Harold Faltermeyer (ja, genau, dieses verdammte Genie, das den Beverly Hills Cop-Soundtrack erschaffen hat) trug dazu bei. Sie machten daraus eine EP, die vier Titel enthält. Es ist eine Hommage an die besten Hits der Disco-Geschichte und ein Beweis dafür, wie zeitgemäß Disco klingen kann. Hör dir nur mal ihre Version von Michael Sembellos „Maniac“ an und du wirst nie wieder dein lächerliches „Video Games“-Edit abspielen.
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(Photo by Daniel Boczarski/Redferns) -

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